Ein Arzt schaut sich Unterlagen an
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Niels C. Fleischhauer (M.A.)

Ärzteversorgung in der Arbeitslosigkeit: So bleiben Ärzte auch ohne Arbeit im Versorgungswerk versichert

Manchmal ist sie ein Schock und gelegentlich zeichnet sie sich bereits seit langem ab: die Kündigung. Ob Sie nun gekündigt werden oder selbst kündigen – der Gang in die Arbeitslosigkeit ist nie leicht. Da kann es schon beruhigen, dass wenigstens Ihr Lebensunterhalt und Ihre Ärzteversorgung in der Arbeitslosigkeit sichergestellt sind.

In diesem äußerst hilfreichen Blog-Beitrag erfahren Sie, wie Sie trotz Arbeitslosigkeit weiter im ärztlichen Versorgungswerk versichert sein können. Außerdem möchte ich Ihnen Mut machen: Es gibt Arztstellen, die genau zu Ihnen passen und mit welchen Sie beruflich glücklich werden können; und Sie sind ihnen näher, als Sie jetzt vielleicht noch glauben.

Coaching für Ärzte

Foto von Niels C. Fleischhauer

Lebensunterhalt und Versorgungsabgaben gesichert

Werden Sie als Arzt arbeitslos, so erhalten Sie Arbeitslosengeld I (ALG I) von Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit. Beachten Sie hier die dreimonatige “Sperre” im Falle einer Eigenkündigung ohne triftigen Grund. Auch Ihre Ärzteversorgung ist gesichert: Die Agentur für Arbeit nimmt Ihnen die Versorgungsabgaben an Ihre Ärzteversorgung ab. So bleiben Sie trotz Arbeitslosigkeit Mitglied in Ihrem ärztlichen Versorgungswerk. Die Höhe des Beitrags orientiert sich allerdings am Pflichtbeitrag. Darüberhinausgehende freiwillige Zahlungen zur Verbesserung Ihrer Rentenansprüche können Sie nur selbst aufstocken.

Doch wie so oft gibt’s nichts ohne Antrag: Sowohl das ALG I als auch die Übernahme der Versorgungsabgaben erhalten Sie von Ihrer Agentur für Arbeit nur nach Beantragung. Zum Nachweis Ihrer Mitgliedschaft stellt das ärztliche Versorgungswerk Ihnen auf Wunsch eine Mitgliedsbescheinigung zur Verfügung.

Beitragsfreiheit möglich

Bei ärztlichen Vorständen oder nicht genügend versicherungspflichtigen Monaten als Angestellter kann es vorkommen, dass Ärzte keinen Anspruch auf ALG I haben. In dem Fall übernimmt das Jobcenter Ihre Einkommenssicherung über das Bürgergeld. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen.

Ihre Ärzteversorgung hingegen wird beim Bezug von Bürgergeld auf “beitragsfrei” gestellt. Prüfen Sie dann unbedingt, ob Ihnen so eventuell Versorgungslücken entstehen. Alternativ können Sie freiwillig Beiträge in Höhe von wenigstens 10 Prozent des Höchstbeitrags leisten.

Eine Arztstelle finden, die Sie glücklich macht

Überlastung, schlechte Arbeitszeiten oder ein anstrengendes Arbeitsklima – Kündigungsgründe existieren für Ärzte leider genug. Doch haben Sie keine Angst vor der Arbeitslosigkeit: Ihre Ärzteversorgung ist gesichert, wenn Sie die oben genannten Schritte konsequent umsetzen. Mit etwas Abstand zum Joballtag haben Sie dann die Chance, sich beruflich neu zu orientieren.

Auch wenn Sie es jetzt vielleicht (noch) nicht glauben: Es gibt medizinische Arbeitgeber mit fairen Arbeitszeiten, Teilzeitstellen für Ärzte und zufriedenen Kollegen. Wir wissen, wo Sie die Arztstelle finden, die Sie glücklich macht; und wir wollen, dass Sie Ihren Arztberuf lieben. Außerdem helfen wir Ihnen im Zuge des Ärzteglück-Coachings dabei, den Arztberuf zu finden, mit dem Sie dauerhaft glücklich sind. Melden Sie sich noch heute bei uns, um einen der wenigen freien Plätze zu bekommen.

Coaching für Ärzte

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FAQ – häufigste Fragen und Antworten

  1. Was passiert mit meiner Ärzteversorgung, wenn ich arbeitslos werde?

    Sie bleiben weiterhin im ärztlichen Versorgungswerk versichert. Während des Bezugs von Arbeitslosengeld I übernimmt die Agentur für Arbeit die Pflichtbeiträge für Sie.

  2. Erhalte ich als Arzt automatisch Arbeitslosengeld?

    Nein, Sie müssen Arbeitslosengeld I aktiv bei der Agentur für Arbeit beantragen. Ohne Antrag erfolgt keine Zahlung.

  3. Gibt es eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld für Ärzte?

    Ja, bei einer Eigenkündigung ohne wichtigen Grund kann eine Sperrzeit von bis zu drei Monaten eintreten.

  4. Wie hoch sind die Beiträge zum Versorgungswerk während der Arbeitslosigkeit?

    Die Agentur für Arbeit zahlt in der Regel den Pflichtbeitrag. Höhere Beiträge zur Verbesserung Ihrer Rentenansprüche müssen Sie selbst leisten.

  5. Kann ich freiwillig mehr in das Versorgungswerk einzahlen?

    Ja, Sie können Ihre Beiträge freiwillig erhöhen, um spätere Versorgungslücken zu vermeiden.

  6. Was passiert, wenn ich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I habe?

    In diesem Fall können Sie Bürgergeld erhalten. Ihre Mitgliedschaft im Versorgungswerk bleibt bestehen – allerdings ohne verpflichtende Beitragszahlungen.

  7. Bin ich während des Bezugs von Bürgergeld weiterhin versichert?

    Ja, jedoch beitragsfrei. Dadurch können Versorgungslücken entstehen, wenn Sie keine freiwilligen Beiträge leisten.

  8. Wie kann ich Versorgungslücken vermeiden?

    Durch freiwillige Einzahlungen in das Versorgungswerk. Bereits geringe Beiträge können langfristig einen Unterschied machen.

  9. Welche Unterlagen benötige ich für die Absicherung?

    Sie benötigen unter anderem eine Mitgliedsbescheinigung Ihres Versorgungswerks sowie die Anträge bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  10. Ist Arbeitslosigkeit für Ärzte ein langfristiges Risiko?

    In der Regel nicht. Aufgrund des Ärztemangels finden Mediziner meist schnell eine neue Stelle, oft sogar mit besseren Arbeitsbedingungen.

  11. Kann ich die Zeit der Arbeitslosigkeit sinnvoll nutzen?

    Ja, Sie bietet die Möglichkeit zur Neuorientierung, Weiterbildung oder gezielten Jobsuche nach besseren Arbeitsbedingungen.

  12. Woher stammen die Informationen und Erfahrungswerte in diesem Beitrag?

    Neben den im Text genannten Quellen stammen die Informationen und Erfahrungswerte von Niels C. Fleischhauer, dem Inhaber von Ärzteglück. Er hat als Coach mehr als 200 arbeitslose Ärzte zu ihren beruflichen Perspektiven beraten.

Über den Autor

Autoren-Profilbild

Niels C. Fleischhauer (M.A.) hat Ärzteglück 2020 gegründet. Seine Expertise liegt auf den Gebieten Ärztevermittlung in die Schweiz, Coaching und Gründungs-, Praxis- sowie Unternehmensberatung für Ärzte. Er verfügt über den Abschluss Master of Arts im kommunikationswissenschaftlichen Bereich.

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