Chirurgen während einer Operation
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Niels C. Fleischhauer (M.A.)

Das höchste Gehalt als Chirurg: Wie viel verdient man als Chirurg im Monat?

Gemäß dem Ärzteblatt handelt es sich bei ihr um die Königsdisziplin der Medizin: die Chirurgie. Viele sehen in ihr die schwierigste medizinische Fachrichtung. Wer dem enormen Druck und der großen Verantwortung dieses herausfordernden Fachgebiets standhält, verdient unsere Anerkennung. Doch verdienen Chirurgen auch ein ihrer Bedeutung entsprechendes Einkommen?

Hier zeigen wir Ihnen, wo Sie als Chirurg das höchste Gehalt verdienen. Ob Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie oder Unfallchirurgie – Sie werden erkennen, warum Ihr chirurgisches Fach beim Verdienst einen wesentlichen Unterschied machen kann. Zum Schluss erfahren Sie außerdem, wo Sie die ideale Assistenzarztstelle für Ihre chirurgische Facharztweiterbildung finden.

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Wie viel Gehalt verdient man als angestellter Chirurg im Monat?

Als Beschäftigter in Kliniken unterliegt Ihr Einkommen als Chirurg zumeist bestimmten Tarifwerken. Das Salär für Mediziner hängt dann von den entsprechenden Karrierestufen innerhalb der ärztlichen Hierarchie und der Berufserfahrung ab. Ganz anders sieht es dagegen aus, wenn Sie einen außertariflichen Arbeitsvertrag vereinbart haben.

In nachfolgender Tabelle erfahren Sie, was ein Chirurg im Krankenhaus monatlich in Deutschland an Gehalt verdient:

Position Einstiegsgehalt Gehalt nach 6 Jahren
Assistenzarzt4.700 – 4.950 Euro5.900 – 6.350 Euro
Facharzt6.200 – 6.500 Euro6.700 – 7.050 Euro
Oberarzt7.650 – 8.150 Euro7.800 – 8.650 Euro
Leitender Oberarzt8.100 – 9.600 Euro8.100 – 10.300 Euro1
Monatliche Tabelle zum tariflichen Durchschnittsgehalt in der Chirurgie (gerundet). 1Gelegentlich außertariflich und in der Folge noch deutlich höher.

Während Sie als Assistenzarzt noch jedes Jahr deutliche Gehaltssprünge nach oben verbuchen können, beginnt Ihr Monatsgehalt als Facharzt zu stagnieren. Zumindest aber fallen die Gehaltserhöhungen bei Ärzten dann wesentlich schwächer aus. Daher rate ich Ihnen, einen von zwei Wegen konsequent zu verfolgen, sobald Sie Ihren Facharzt haben: Entweder werden Sie zügig Oberarzt, um anschließend je nach Aufstiegsmöglichkeiten leitender Oberarzt und eventuell sogar Chefarzt zu werden; oder Sie wechseln gleich zu einem außertariflichen Arbeitgeber.

Chefärzte unterliegen grundsätzlich keinem Tarifvertrag; und selbst leitende Oberärzte erhalten häufig ein außertarifliches Gehalt. Dementsprechend kann der Stundenlohn und somit Verdienst leitender Chirurgen im Krankenhaus – verglichen mit dem Oberarztgehalt – noch deutlich höher ausfallen.

Oftmals sind für chirurgische Fachärzte jedoch kaum Oberarztstellen frei und die Aufstiegschancen entsprechend mau. Vielmehr bildet sich in vielen Kliniken genau an dieser Stelle ein kleiner “Stau”. Von daher erscheint es häufig sinnvoller, sofort zu einem gänzlich außertariflichen Arbeitgeber zu wechseln – beispielsweise in eine Privatklinik oder eine Praxis. Insbesondere die Selbstständigkeit verspricht Chirurgen die besten Verdienstmöglichkeiten. Aber welche Chirurgen verdienen dabei am meisten?

Wie viel verdient ein niedergelassener Chirurg in Deutschland im Monat?

Ob als Angestellter oder Selbstständiger – in Praxen und MVZ verfügen chirurgische Fachärzte über erheblich bessere Gehaltsaussichten als Ärzte im Krankenhaus. Schauen Sie nur, wie viel niedergelassene Chirurgen im Monat verdienen:

Chirurgie-FachEinnahmenReinertrag1
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie64.000 Euro28.000 Euro
Plastische undÄsthetische Chirurgie38.000 Euro17.000 Euro
Gefäßchirurgie35.000 Euro16.000 Euro
Allgemeinchirurgie31.000 Euro15.000 Euro
Unfallchirurgie34.000 Euro15.000 Euro
Monatlicher Gehaltsvergleich niedergelassener Fachärzte für Chirurgie je Praxisinhaber (gerundet und zur besseren Vergleichbarkeit auf den Monat umgerechnet). 1Reinertrag der Arztpraxis entspricht Einnahmen abzüglich normaler Aufwendungen.

Obschon das Einkommen als niedergelassener Unfallchirurg oder in der Allgemeinchirurgie immer noch weit über dem Tarifgehalt in Kliniken liegt – besonders lukrativ ist aber die Tätigkeit eines Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen (MKG-Chirurgen). Dies ist der chirurgische Facharzt, als welcher Sie am meisten verdienen. Er erzielt mehr als dreimal so viel Einkommen wie seine in Kliniken beschäftigten Kollegen. Wenn Sie als Arzt reich werden wollen, ist dies ein vielversprechender Facharzttitel. Insofern lohnt sich auch das zahnmedizinische Studium, welches Ärzte zusätzlich abzuschließen haben, um MKG-Chirurg zu werden.

Beachten Sie außerdem die steuerlichen Abzüge beim Lohn eines Chirurgen. Das Netto-Gehalt eines angestellten Chirurgen wird in Relation zum Einkommen der niedergelassenen Kollegen nochmals niedriger ausfallen. Schließlich können selbstständige Ärzte mit eigener Praxis viele Kosten als Betriebsausgaben geltend machen. Diesen Aspekt dürfen Sie bei der Frage, wie viel man als Chirurg im Jahr verdient, nicht vergessen.

Regionale Unterschiede bei Schönheitschirurgen

Selbst Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie erreichen nicht den Verdienst ihrer MKG-Kollegen. Der Grund dafür liegt darin, dass die Kosten für (nicht notwendige) ästhetische Eingriffe im Regelfall nicht von Krankenkassen übernommen werden. Infolgedessen richten sich Schönheitschirurgen komplett an Selbstzahlern aus – mit entsprechenden Konsequenzen: Während sich Privatpraxen in einkommensstarken Ballungsräumen wie München gegenseitig Konkurrenz machen, findet man in ganz Brandenburg kaum einen Schönheitschirurgen.

Sie überlegen selbst, sich als Arzt selbstständig zu machen und eine Privatpraxis für Ästhetische Medizin zu eröffnen? Dann sollten Sie bei Ihrer Marktanalyse unbedingt eine Konkurrenzanalyse anschließen. Es kann sich durchaus lohnen, der einzige Schönheitschirurg in einer westdeutschen Mittelstadt zu sein.

Eine chirurgische Assistenzarztstelle mit besonders gutem Gehalt finden

Sobald Sie Ihre chirurgische Facharztweiterbildung abgeschlossen haben, eröffnen sich Ihnen vielfältige Karrieremöglichkeiten. Ob Sie Ihre Karriere als angestellter Klinik-Arzt vorantreiben oder ambulant arbeiten, hängt nicht nur vom zu erwartenden Gehalt ab; vielmehr sollten Sie bereits bei der Wahl Ihrer Weiterbildung eine chirurgische Facharztrichtung nehmen, welche Sie begeistert. Sie sollten sich fragen: Welcher chirurgische Facharzt passt zu mir? Sonst wird auch ein noch so hohes Facharzt-Einkommen Sie auf Dauer nicht glücklich machen.

Wir unterstützen (angehende) Chirurgen bereits während der Weiterbildungszeit. Gerne zeigen wir, wo Sie schon mit Ihrer Assistenzarztstelle ein besonders hohes Gehalt erzielen und die beste Facharztausbildung erhalten können. Ergreifen Sie Ihre Chance und melden sich noch heute bei Ärzteglück. Wir wollen, dass Sie Ihren Arztberuf lieben.

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FAQ – häufigste Fragen und Antworten

  1. Wie viel verdient ein Chirurg im Monat im Krankenhaus?

    Das Gehalt hängt stark von Ihrer Position ab. Als Assistenzarzt verdienen Sie etwa 4.700 bis 6.300 Euro monatlich. Fachärzte liegen bei rund 6.200 bis 7.000 Euro. Oberärzte erreichen etwa 7.600 bis 8.600 Euro. Leitende Oberärzte und Chefärzte verdienen häufig deutlich mehr – vor allem bei außertariflichen Verträgen.

  2. Wie viel verdient ein Chirurg im Monat im Krankenhaus?

    Die Einnahmen liegen je nach Fachgebiet oft zwischen 30.000 und über 60.000 Euro monatlich. Der tatsächliche Gewinn fällt niedriger aus, da Kosten für Personal, Räume und Material abgezogen werden. Dennoch liegt das Einkommen meist deutlich über dem Klinikgehalt.

  3. Warum steigt das Gehalt nach dem Facharzt weniger stark an?

    Während der Assistenzarztzeit profitieren Sie von klaren Tarifsteigerungen. Nach dem Facharzt flacht die Gehaltskurve ab. Größere Sprünge erzielen Sie meist nur noch durch den Aufstieg in leitende Positionen oder durch einen Wechsel in außertarifliche Strukturen.

  4. Welche Chirurgen verdienen am meisten?

    Unter den niedergelassenen Chirurgen erzielen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen die höchsten Einnahmen. Sie profitieren von einem sehr spezialisierten Leistungsspektrum und häufig auch von privatärztlichen Leistungen.

  5. Ist die Selbstständigkeit für Chirurgen finanziell sinnvoll?

    Ja, finanziell ist die Selbstständigkeit oft der lukrativste Weg. Sie profitieren von höheren Einnahmen und steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Gleichzeitig tragen Sie jedoch unternehmerische Verantwortung.

  6. Warum verdienen plastische Chirurgen regional unterschiedlich?

    Da ästhetische Eingriffe meist privat bezahlt werden, hängt der Erfolg stark von der Kaufkraft der Region ab. In wohlhabenden Städten ist die Nachfrage deutlich höher als in strukturell schwächeren Regionen.

  7. Lohnt sich eine Karriere im Krankenhaus finanziell?

    Eine Karriere im Krankenhaus lohnt sich vor allem dann, wenn Sie Führungspositionen erreichen. Als Chefarzt oder leitender Oberarzt können Sie ein sehr hohes Einkommen erzielen – insbesondere mit variablen Vergütungsanteilen.

  8. Welche Rolle spielt die Facharztrichtung beim Gehalt?

    Die Facharztrichtung hat einen erheblichen Einfluss. Spezialisierte chirurgische Fächer mit hoher Nachfrage oder privatärztlichem Anteil bieten meist bessere Verdienstmöglichkeiten.

  9. Sollte man die Fachrichtung nur nach dem Gehalt wählen?

    Nein, das wäre zu kurz gedacht. Langfristige Zufriedenheit entsteht vor allem durch Interesse und Begeisterung für das Fach. Das Gehalt ist wichtig, sollte aber nicht der alleinige Entscheidungsfaktor sein.

  10. Woher stammen die Informationen und Erfahrungswerte in diesem Beitrag?

    Neben den im Text genannten Quellen stammen die Informationen und Erfahrungswerte von Niels C. Fleischhauer, dem Inhaber von Ärzteglück. Er hat als Coach mehr als 100 Ärzte zum Thema Gehaltsverhandlung in der Chirurgie beraten.

Über den Autor

Autoren-Profilbild

Niels C. Fleischhauer (M.A.) hat Ärzteglück 2020 gegründet. Seine Expertise liegt auf den Gebieten Ärztevermittlung in die Schweiz, Coaching und Gründungs-, Praxis- sowie Unternehmensberatung für Ärzte. Er verfügt über den Abschluss Master of Arts im kommunikationswissenschaftlichen Bereich.

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