Schweizer Franken
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Niels C. Fleischhauer (M.A.)

Das höchste Gehalt von Ärzten in der Schweiz: Wie viel verdient ein Arzt in der Schweiz wirklich?

Das Wichtigste in Kürze
Das monatliche Gehalt von angestellten Ärzten, die nach Tarif bezahlt werden, beträgt in der Schweiz für Assistenzärzte umgerechnet knapp 9.000 Euro; Fachärzte verdienen im Schnitt rund 9.500 Euro; Oberärzt kommen auf 10.000 Euro; und Chefärzte erzielen mehr als 15.000 Euro monatlich – plus einer ordentlichen variablen Vergütung.
Außerhalb von Tarifverträgen fallen die Gehälter stets deutlich größer aus – so auch im Netzwerk von Ärzteglück.
Die monatlichen Einnahmen von niedergelassenen Ärzten reicht in der Schweiz von umgerechnet 17.000 Euro als Kinder- und Jugendpsychiater bis zu etwa 62.000 Euro in der Gastroenterologie. Laufende Kosten sind hier aber noch nicht abgezogen.
Ärzteglück kennt nicht nur Arbeitgeber, die besonders gut zahlen, sondern übernimmt auch Gehaltsverhandlungen für Ärzte.

Irgendwo zwischen Seen und Kühen, zwischen Gletschern und Palmen liegt ein sagenumwobenes Land. Die Schweiz besitzt seit jeher große Anziehungskraft auf viele Menschen; verspricht sie doch gleichermaßen großen Wohlstand und hohe Lebensqualität. Ist die Schweiz etwa für deutsche Ärzte das biblische “Land, in dem Milch und Honig fließen” – oder wenigstens Unmengen an Schweizer Franken?

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie viel Gehalt ein Arzt in der Schweiz im Monat wirklich verdient. Finden Sie heraus, mit welchen Fachrichtungen Sie in der Schweiz ein besonders hohes Einkommen erzielen können. Nicht zuletzt zeigen wir Ihnen, über welchen Weg Sie an besonders lukrative Positionen in dem Alpenland gelangen.

Ärztevermittlung in die Schweiz

Foto von Niels C. Fleischhauer

Durchschnittsgehalt als angestellter Arzt in der Schweiz

Ob Klinik oder Praxis – als Arzt verdienen Sie in der Schweiz pro Monat deutlich mehr Stundenlohn als in Deutschland. Überhaupt gehört die Helvetia zu den Ländern in der Welt, wo Ärzte am meisten verdienen können. Dieses Klischee entspricht überwiegend den Tatsachen. Zur Wahrheit gehört jedoch auch dazu, dass sich der Umstieg in das eidgenössische Gesundheitssystem nicht für jede Hierarchiestufe gleichermaßen lohnt.

Ein Blick ins Lohnband der Alpenrepublik gibt einen guten Überblick:

PositionEinstiegsgehaltEinstiegsgehalt1
Assistenzarzt8.100 CHF8.850 Euro
Facharzt (“Spitalsarzt”)8.650 CHF9.450 Euro
Oberarzt9.250 CHF10.100 Euro
Chefarzt14.000 CHF215.300 Euro
Tabelle zu den durchschnittlichen monatlichen Einstiegsgehältern nach ärztlicher Position in der Schweiz (gerundet) laut dem “Lohnbuch 2025”. 1Wechselkurs 1 CHF = 1,09 Euro. 2Zuzüglich einer enormen variablen Vergütung.

Das Gehalt Schweizer Ärzte fällt auf allen Hierarchiestufen brutto wie netto deutlich höher als dasjenige ihrer Kollegen in Deutschland aus. Doch die große Überraschung ist: Es sind die Berufsanfänger, welche hier im Vergleich zu Deutschland besonders viel einstreichen können: Das Einstiegsgehalt von Assistenzärzten liegt in der Schweiz um satte 50 Prozent höher. Hinzu kommt, dass neben Wochenend-, Feiertags- und Nachtzuschlägen ein 13. Monatsgehalt in der Schweiz üblich ist. Sie befinden sich kurz vor oder bereits in Ihrer Weiterbildung? Dann sollten Sie sich ernsthaft überlegen, Ihre Facharztausbildung in der Schweiz zu machen.

Interessanterweise sind die Schweizer Gehaltssprünge vom Assistenzarzt zum Facharzt und vom Fach- zum Oberarzt gemäßigter als in Deutschland. Aus diesem Grund fällt der Gehaltsvorteil auf den höheren Ebenen geringer aus. Doch auch so erhalten Sie als Schweizer Fach- und Oberarzt wesentlich mehr Lohn als in Deutschland. Das Chefarztgehalt unterliegt in der Schweiz – wie auch in Deutschland – Ihrem Verhandlungsgeschick und läuft außertariflich. Bedenken Sie, dass die (beeindruckenden) variablen Einnahmen eines Chefarztes in der Schweiz noch zum regulären Gehalt hinzukommen.

Einkommen als niedergelassener Arzt in der Schweiz

Wenn Sie in Deutschland richtig gut verdienen und als Arzt vielleicht sogar reich werden möchten, sollten Sie sich niederlassen. Bereits ohne Berücksichtigung von Steuervorteilen liegt Ihr Einkommen als niedergelassener Arzt für alle Fachrichtungen wesentlich höher. Dieses Verhältnis lässt sich auch bei den Eidgenossen feststellen. Wie viel Gehalt ein niedergelassener Facharzt in der Schweiz verdient, wird maßgeblich von seinem Facharzttitel beeinflusst. Schauen Sie, welcher Arzt am meisten in der Schweiz verdient:

PlatzFachrichtungEinkommenEinkommen1
1Gastroenterologie57.000 CHF62.000 Euro
2Onkologie50.000 CHF55.000 Euro
3Anästhesiologie45.000 CHF49.000 Euro
4Örthopädie und Unfallchirurgie45.000 CHF49.000 Euro
5Radiologie45.000 CHF49.000 Euro
6Urologie43.000 CHF47.000 Euro
7Augenheilkunde43.000 CHF47.000 Euro
8Handchirurgie41.000 CHF45.000 Euro
9Kardiologie41.000 CHF45.000 Euro
10Intensivmedizin39.000 CHF43.000 Euro
11Angiologie38.000 CHF41.000 Euro
12Chirurgie38.000 CHF41.000 Euro
13Gynäkologie35.000 CHF38.000 Euro
14Hals-Nasen-Ohrenheilkunde34.000 CHF37.000 Euro
15Dermatologie und Venerologie31.000 CHF34.000 Euro
16Plastische Chirurgie29.000 CHF32.000 Euro
17Pneumologie29.000 CHF32.000 Euro
18Neurologie26.000 CHF28.000 Euro
19Allergologie
Immunologie
26.000 CHF28.000 Euro
20Rheumatologie25.000 CHF27.000 Euro
21Physikalische und Rehabilitative Medizin25.000 CHF27.000 Euro
22Diabetologie
Endokrinologie
24.000 CHF26.000 Euro
23Allgemeine Innere Medizin22.000 CHF24.000 Euro
24Kinder- und Jugendmedizin22.000 CHF24.000 Euro
25Praktischer Arzt19.000 CHF21.000 Euro
26Psychiatrie und Psychotherapie18.000 CHF20.000 Euro
27Kinder- und Jugendpsychiatrie16.000 CHF17.000 Euro
Sonstige244.000 CHF48.000 Euro
Tabelle zu den durchschnittlichen Einnahmen eines Arztes in der Schweiz nach Fachrichtung (gerundet und zur besseren Vergleichbarkeit auf Monate verteilt). 1Wechselkurs 1 CHF = 1,09 Euro. Hinweis: Studie berücksichtigt nur Werte von 2009 bis 2014, da keine regelmäßige Erhebung stattfindet. 2Medizinische Fachrichtungen mit zu geringer Anzahl zusammengefasst: Arbeitsmedizin, Hämatologie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Neurochirurgie.

Fachärzte für Gastroenterologie verdienen in der Schweiz mit Abstand am meisten. Sie werden wohl einzig von Neurochirurgen übertroffen, welche jedoch aufgrund einer zu geringen Anzahl in der Tabelle unter “Sonstige” fallen. Sie sind Gastroenterologe oder gar Neurochirurg? Hier ist Ihr Paradies.

Beachten Sie, dass die Zahlen dieser Erhebung aus den Jahren 2009 bis 2014 stammen. Sie können also inflationsbedingt noch ein paar Prozent zu Ihrem Schweizer Facharztgehalt hinzurechnen. Außerdem sollten man berücksichtigen, dass bei diesen Einnahmen noch keine laufenden Kosten der Arztpraxis abgezogen worden sind. Doch in jedem Fall erwartet Sie als niedergelassener Facharzt in der Schweiz ein stattlicher Verdienst.

Großregionen und Kantone

Doch es geht noch weiter. Auch die Region, in welcher Sie als Arzt in der Schweiz arbeiten, kann einen Unterschied machen. Lesen Sie, wie viel man als Arzt pro Monat in verschiedenen Regionen der Schweiz verdient: 

GroßregionEinkommenEinkommen1
Zentralschweiz29.000 CHF32.000 Euro
Tessin27.000 CHF29.000 Euro
Espace Mittelland27.000 CHF29.000 Euro
Zürich27.000 CHF29.000 Euro
Genferseeregion27.000 CHF29.000 Euro
Ostschweiz26.000 CHF28.000 Euro
Nordwestschweiz25.000 CHF27.000 Euro
Tabelle zu den durchschnittlichen Einnahmen als niedergelassener Facharzt nach Region (gerundet und zur besseren Vergleichbarkeit auf Monate verteilt). Hinweis: Studie berücksichtigt nur Werte von 2009 bis 2014, da keine regelmäßige Erhebung stattfindet. 1Wechselkurs 1 CHF = 1,09 Euro.

Demnach erzielen Sie als niedergelassener Facharzt das höchste Einkommen rund um Luzern und den schönen Vierwaldstättersee in der deutschsprachigen Zentralschweiz. Die anderen Großregionen sind ähnlich lukrativ. Sie beherrschen auch Französisch und Italienisch? Dann haben Sie die Qual der Wahl.

Auch können wir beobachten, dass der Schweizer Lohn für Ärzte sogar vom konkreten Ort der Tätigkeit abhängt. So werden Sie beispielsweise im Graubündener Thusis nicht das Gehaltsniveau erreichen, welches in Zentrum Zürichs möglich ist. Dies ist nur zum Teil auf die schiere Zahl an Patienten zurückzuführen; zum anderen hat sich in den eidgenössischen Ballungsgebieten ein Medizintourismus entwickelt, welcher besonders zahlungskräftige internationale Patienten anlockt.

Einflussfaktoren

Dass Hierarchie, medizinische Fachrichtung, Region und Art der Tätigkeit das Gehalt als Arzt in der Schweiz prägen, haben wir bereits gesehen. Daneben gibt es jedoch noch weitere Kriterien, die einen Einfluss haben. Etwa Ihre Berufserfahrung. Diese wirkt sich in Tarifverträgen aus – schließlich können Sie so in eine höhere Entgeltstufe eingruppiert werden – und eignet sich zudem als außertarifliches Verhandlungsargument. Ähnlich – wenn auch in abgeschwächter Form – verhält es sich mit der Promotion.

Genauso wie in Deutschland, so gilt auch in der Helvetia: Je größer der Arbeitgeber ist, desto höher fällt tendenziell auch der potenzielle Lohn aus. Ganz besonders macht sich dieser Umstand bei MVZ bemerkbar. Kostenstellen können auf die Schultern mehrerer Kollegen oder gar einer Eigentümergesellschaft verteilt werden. Infolgedessen sind größere medizinische Dienstleister in der Lage, ein deutlich besseres Salär zu zahlen als etwa Einzelpraxen.

Zusammengefasst halte ich die folgenden Merkmale als entscheidend, wenn man ein möglichst gutes Gehalt in der Schweiz erzielen will:

  • Aufstieg in eine höhere Hierarchiestufe
  • Die Wahl der Facharztrichtung
  • Eine außertarifliche Tätigkeit
  • Der Kanton
  • Der Arbeitsort
  • Berufserfahrung
  • Promotion
  • Größe des Arbeitgebers

Ihr Weg in die Schweiz

In der Zentralschweiz ansässige niedergelassene Fachärzte für Gastroenterologie oder Neurochirurgie sind mit ihrem Lohn die Top-Verdiener unter Schweizer Medizinern. Nirgendwo sonst erzielen Sie in dem Alpenland ein derart üppiges Salär. Doch es geht nicht immer nur darum, was ausländische Ärzte in der Schweiz verdienen. Neben der attraktiven steuerlichen Situation lockt die Schweiz auch mit ihrer hohen Lebensqualität; denn trotz vergleichsweise teurer Lebenshaltungskosten bleibt insgesamt deutlich mehr im Geldbeutel als in Deutschland.

Derzeit kann es je nach Fachrichtung mit Ihrer Anstellung in der Alpenrepublik sehr schnell gehen. In der Schweiz sind Sie besonders als Praktischer Arzt, Pädiater, Psychiater, Internist und Allgemeinmediziner gefragt. Doch auch alle anderen Fachrichtungen sollten es zumindest probieren, eine begehrte Stelle zu bekommen.

Wir wollen, dass Sie Ihren Arztberuf lieben. Daher unterstützen wir Sie auf Ihrem Weg in die Schweiz, bei der MEBEKO-Anerkennung und Ihrer ärztlichen Karriere. Wir helfen Ihnen, Ihre hoch dotierte Arztstelle und/oder Praxis in der Schweiz zu finden. Kontaktieren Sie uns. Doch unser südlicher Nachbar ist unter Medizinern beliebt. Lassen Sie sich also am besten nicht allzu viel Zeit.

Ärztevermittlung in die Schweiz

Foto von Niels C. Fleischhauer

FAQ – häufigste Fragen und Antworten

  1. Wie viel verdient ein Arzt in der Schweiz wirklich?

    Ärzte verdienen in der Schweiz deutlich mehr als in Deutschland. Das gilt für Klinik und Praxis. Besonders hoch fällt der Verdienst bei niedergelassenen Fachärzten aus. Auch Assistenzärzte profitieren schon zu Beginn von einem sehr hohen Gehalt.

  2. Welche Ärzte verdienen in der Schweiz am meisten?

    Am meisten verdienen niedergelassene Fachärzte in bestimmten Spezialgebieten. Besonders weit vorne liegen Gastroenterologen. Auch Onkologen, Radiologen und Urologen erzielen sehr hohe Einkommen. Die Fachrichtung macht einen großen Unterschied.

  3. Lohnt sich die Schweiz für Assistenzärzte finanziell besonders?

    Ja, für Assistenzärzte lohnt sich die Schweiz finanziell besonders. Das Einstiegsgehalt liegt deutlich über dem deutschen Niveau. Hinzu kommen Zuschläge und oft ein 13. Monatsgehalt. Gerade zu Beginn der Karriere ist der Unterschied besonders groß.

  4. Verdienen Fachärzte in der Schweiz mehr als in Deutschland?

    Ja, Fachärzte verdienen in der Schweiz mehr als in Deutschland. Der Gehaltsvorteil ist klar erkennbar. Er fällt aber geringer aus als bei Assistenzärzten. Trotzdem bleibt das Einkommen spürbar höher.

  5. Ist eine Niederlassung in der Schweiz besonders lukrativ?

    Ja, eine Niederlassung in der Schweiz ist besonders lukrativ. Niedergelassene Ärzte verdienen meist deutlich mehr als angestellte Kollegen. Das gilt in fast allen Fachrichtungen. Vor allem spezialisierte Praxen bieten sehr hohe Einkommenschancen.

  6. Spielt die Region in der Schweiz für das Arztgehalt eine Rolle?

    Ja, die Region spielt eine wichtige Rolle. In der Zentralschweiz sind die Einkommen besonders hoch. Auch Zürich und die Genferseeregion sind sehr attraktiv. Je nach Arbeitsort können die Unterschiede deutlich ausfallen.

  7. Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt von Ärzten in der Schweiz?

    Wichtige Faktoren sind Hierarchiestufe, Fachrichtung und Arbeitsort. Auch Berufserfahrung und Arbeitgebergröße wirken sich aus. Dazu kommen die Art der Tätigkeit und die Frage, ob außertariflich verhandelt wird. Mehrere dieser Punkte entscheiden gemeinsam über die Einkommenshöhe.

  8. Sind Chefärzte in der Schweiz die Top-Verdiener?

    Ja, Chefärzte gehören zu den Top-Verdienern in der Schweiz. Ihr Grundgehalt ist bereits hoch. Hinzu kommen oft erhebliche variable Einnahmen. Dadurch kann das Gesamteinkommen sehr stark ansteigen.

  9. Welche Fachrichtungen sind in der Schweiz besonders gefragt?

    Besonders gefragt sind Praktische Ärzte, Pädiater, Psychiater, Internisten und Allgemeinmediziner. In diesen Bereichen ist der Bedarf derzeit hoch. Das verbessert die Chancen auf eine schnelle Anstellung. Auch andere Fachrichtungen sollten den Schritt prüfen.

  10. Woher stammen die Informationen und Erfahrungswerte in diesem Beitrag?

    Neben den im Text genannten Quellen stammen die Informationen und Erfahrungswerte von Niels C. Fleischhauer, dem Inhaber von Ärzteglück. Er hat mit seinem Team mehr als 200 Ärzte zu ihrem Wechsel in die Schweiz beraten und dorthin vermittelt.

Über den Autor

Autoren-Profilbild

Niels C. Fleischhauer (M.A.) hat Ärzteglück 2020 gegründet. Seine Expertise liegt auf den Gebieten Ärztevermittlung in die Schweiz, Coaching und Gründungs-, Praxis- sowie Unternehmensberatung für Ärzte. Er verfügt über den Abschluss Master of Arts im kommunikationswissenschaftlichen Bereich.

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