Röntgenbild eines Fußes
Bild von Niels C. Fleischhauer (M.A.)

Niels C. Fleischhauer (M.A.)

Orthopäde werden: Das kommt bei der Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie auf Sie zu

Sparen Sie sich das Fitnessstudio. Die Arbeit als Orthopäde macht Sie zu einem wahren Berufsathleten, der nicht zuletzt auch physisch gefordert ist. Die Arbeit am Bewegungsapparat kann nicht nur faszinierend, sondern auch bewegend sein; denn jede Sehne und jeder Knochen erzählt eine persönliche Geschichte. Sind Sie bereit, die Geschichten zu hören, wie man Orthopäde wird?

In diesem informativen Artikel erfahren Sie, wie Sie die Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie erfolgreich durchlaufen und Orthopäde werden können. Sie erhalten Einblicke in den typischen Tagesablauf und erfahren, worauf es bei der Weiterbildung zum Orthopäden ankommt. Am Ende dieses Beitrags werden Sie genau wissen, ob das Fachgebiet zu Ihren Ambitionen passt. Zusätzlich präsentiere ich Ihnen einen Experten, der Ihnen bei der Auswahl der passenden Fachrichtung behilflich sein kann.

Coaching für Ärzte

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Darum geht es in der Orthopädie

Wenn Sie Orthopäde werden wollen, konfrontiert Sie die Facharztausbildung mit einem breiten Spektrum an Patienten, Erkrankungen und Verletzungen. Neben allen Geschlechtern sind auch jegliche Altersgruppen vertreten, wobei besonders das Teilgebiet der Unfallchirurgie herausfordernd sein kann. Hier erlebt man nicht nur die Dynamik akuter Verletzungen, sondern auch die Möglichkeit, Leben durch präzise Eingriffe zu retten.

Jüngere Patienten stellen häufig eine facettenreiche Gruppe dar, die mit Sportverletzungen kämpft. Die Aufgabe des Orthopäden besteht darin, nicht nur operative Eingriffe durchzuführen, sondern auch konservative Behandlungsmethoden anzuwenden, um die Mobilität und Lebensqualität wiederherzustellen. Sportverletzungen sind Teil des täglichen Spektrums, das während der Facharztweiterbildung in der Orthopädie umfassend abgedeckt wird.

Mit fortschreitendem Alter der Patienten rücken Sturzverletzungen in den Fokus. Orthopäden stehen vor der Herausforderung, nicht nur akute Traumata zu behandeln, sondern auch langfristige Lösungen für die Erhaltung der Mobilität bei älteren Menschen zu entwickeln. Die Ausbildung als Orthopäde bietet somit einen einzigartigen Einblick in die Vielseitigkeit der Medizin, in der das Wissen über die Anatomie und Funktionsweise des Bewegungsapparates ebenso gefragt ist wie die Fähigkeit, individuelle Behandlungsansätze zu gestalten. All das gehört gleichermaßen zum Berufsbild des Orthopäden.

Möglichkeiten zur Weiterbildung

Bei der Frage, wie man ein Orthopäde wird, sollten als erstes die Voraussetzungen geklärt werden: Um die Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie beginnen zu können, benötigen Sie die ärztliche Approbation. Die Dauer der Facharztweiterbildung erstreckt sich in der Regel über sechs Jahre. Bei Absolvierung in Teilzeit kann sich die Dauer entsprechend verlängern. Falls Sie bestimmte Inhalte bereits im Rahmen einer vorangegangenen Weiterbildung absolviert haben, können diese bei der Orthopädie und Unfallchirurgie anerkannt werden. 

Ihre Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie können Sie beispielsweise in diesen Abteilungen absolvieren:

Inhaltliche Schwerpunkte während der Facharztausbildung

Die Facharztweiterbildung zum Orthopäden ist eine anspruchsvolle Reise durch verschiedene Abschnitte, die ein tiefgehendes Verständnis für den Bewegungsapparat und dessen Erkrankungen vermitteln. Während der Orthopädie-Facharztausbildung durchlaufen Sie eine umfassende theoretische Schulung, die die Anatomie, Pathologie und Behandlungsmethoden des muskuloskelettalen Systems abdeckt. Dank der praxisnahen Weiterbildung werden Sie das erworbene Wissen später in realen Patientensituationen anwenden können.

Ein zentraler Bestandteil der Weiterbildung zum Orthopäden ist die Vertiefung in die verschiedenen Subdisziplinen – darunter die Unfallchirurgie. Hier erlangen Sie Fähigkeiten in der Behandlung von Traumata und Notfällen. Von minimalinvasiven Eingriffen bis zu komplexen operativen Verfahren werden Sie mit der Vielfalt orthopädischer Interventionen vertraut gemacht. Gleichsam stehen konservative Aspekte im Fokus – zum Beispiel die Physikalische Therapie und die Schmerzmedizin.

Nachfolgend finden Sie die inhaltlichen Hauptbereiche der Facharztweiterbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Beispiel der Ärztekammer Nordrhein:

  • Lokalanästhesie und Schmerztherapie
  • Notfall- und Intensivmedizin
  • Diagnostische Verfahren
  • Weichteilverletzungen und Wunden
  • Konservative Therapiemaßnahmen
  • Deformitäten und Reifungsstörungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Verletzungen, Erkrankungen und Funktionsstörungen der Hand und des Unterarms
  • Sportverletzungen
  • Tumore an den Stütz- und Bewegungsorganen
  • Polytraumamanagement
  • Operative Verfahren
  • Strahlenschutz

Besondere Herausforderungen für Orthopäden

Als Orthopäde werden Sie in Ihrem Beruf mit einer Vielzahl von Momenten konfrontiert, die sowohl schön, belastend als auch einprägsam sein können. Die Ausbildung zum Orthopäden bereitet Sie auf diese Herausforderungen vor. Einer der schönsten Momente in Ihrem Beruf ist es, wenn Sie als Orthopäde sehen, wie Ihre Behandlung dazu beiträgt, dass Patienten ihre Mobilität zurückerlangen und ein schmerzfreies Leben führen können. Die Weiterbildung zum Orthopäden ermöglicht es Ihnen, diese Fortschritte hautnah mitzuerleben und die Genugtuung zu spüren, die mit der Verbesserung der Lebensqualität Ihrer Patienten einhergeht.

Allerdings gibt es auch belastende Momente in der Arbeit als Orthopäde. Sie werden mit lebensbedrohlichen Situationen konfrontiert, in denen schnelle Entscheidungen und medizinische Eingriffe erforderlich sind, um das Leben Ihrer Patienten zu retten. Häufig leiden Ihre Patienten unter großen Schmerzen. Und es gibt Operationen, welche nicht so ablaufen, wie sie ablaufen sollen. Die Facharztausbildung in der Orthopädie bereitet Sie darauf vor, in solchen Momenten ruhig zu bleiben und die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Wesentliche Kompetenzen

Um Orthopäde zu werden, bedarf es einer umfassenden Ausbildung sowie einer Reihe von handwerklichen, charakterlichen und mentalen Fähigkeiten. Der Beruf erfordert nicht nur medizinisches Fachwissen, sondern auch körperliche Kraft und einen starken Magen. Orthopäden sollten in der Lage sein, Patienten zu heben und zu bewegen.

Die Ausbildung als Orthopäde beinhaltet eine gründliche Schulung in verschiedenen handwerklichen Fähigkeiten. Dazu gehören beispielsweise das Setzen von Gipsverbänden, das Durchführen von Injektionen und die korrekte Bedienung von Geräten. Auch das Erlernen des Einsatzes verschiedener chirurgischer Instrumente gehört zum Berufsbild des Orthopäden.

Neben den handwerklichen Fähigkeiten sind auch charakterliche Eigenschaften von großer Bedeutung für einen Orthopäden. Empathie und Mitgefühl sind wesentliche Eigenschaften, um sich in die Lage der Patienten hineinversetzen zu können. Darüber hinaus erfordert es mentale Stärke, um lebensbedrohliche Situationen zu bewältigen und schwierige Entscheidungen zu treffen.

Die Facharztprüfung

Die Facharztweiterbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie findet ihren Abschluss mit der Facharztprüfung. Diese stellt die letzte Hürde dar, wenn Sie Orthopäde werden möchten. Sie wird von der zuständigen Landesärztekammer organisiert und dauert zumeist etwa 30 bis 45 Minuten. Dabei überprüft ein Gremium aus zwei bis drei Fachärzten, ob Sie Patienten im Bereich der Orthopädie eigenverantwortlich diagnostizieren und therapieren können.

Schaffen Sie die Facharztprüfung, dann dürfen Sie sich fortan “Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie” nennen. Falls Sie die Facharztprüfung dagegen nicht bestanden haben, so können Sie den Termin beliebig oft wiederholen. Beachten Sie, dass es einige Monate dauern kann, bis ein erneuter Termin angesetzt wird.

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Arbeitgeber für Orthopäden

Ein Orthopäde kann üblicherweise bei verschiedenen Arbeitgebern und Einrichtungen tätig sein. Einige finden Anstellungen in Tageskliniken und Praxen, wo sie eine breite Palette orthopädischer Untersuchungen und Behandlungen durchführen. Einige Orthopäden sind auch in Krankenhäusern und Kliniken beschäftigt, wo sie in der Lage sind, komplexe Operationen durchzuführen und Patienten mit schwerwiegenden orthopädischen Verletzungen oder Erkrankungen zu behandeln.

Orthopäden werden auch in Rehabilitationszentren angestellt, wo sie Patienten bei ihrer Genesung und Rehabilitation nach orthopädischen Operationen oder Verletzungen unterstützen. Einige Kollegen wählen dagegen eine akademische Laufbahn und arbeiten in Universitätskliniken oder Forschungseinrichtungen. Dort beschäftigen sie sich mit der Erforschung neuer Behandlungsmethoden, der Ausbildung von Medizinstudenten und der Durchführung klinischer Studien.

So sieht beispielsweise der typische Arbeitsalltag von Orthopäden in einer Praxis aus:

UhrzeitTätigkeiten als Orthopäde
07:30 – 08:00Besprechung des Tages mit Arzthelferinnen
08:00 – 08:30Termine zur Untersuchung von Patienten – zum Beispiel einen Jugendlichen in Begleitung seiner Mutter wegen des Verdachts einer möglichen Skoliose mit anschließendem Röntgen
08:30 – 09:00Termine zur Untersuchung weiterer Patienten – etwa eines älteren Patienten wegen einer Hüftdysplasie
09:00 – 09:30Besprechung der Röntgenbilder
09:30 – 12:00Weitere Patiententermine
12:00 – 13:00Mittagspause
13:00 – 14:00Telefonate mit Patienten und Kollegen
14:00 – 17:00Weitere Patiententermine – unter anderem Kontrolltermin eines Mannes mit Schleudertrauma nach Autounfall
17:00 – 17:30Dokumentation und administrative Tätigkeiten
Tabelle zum typischen Tagesablauf eines Orthopäden in einer Praxis

Arbeitsbedingungen in orthopädischen Einrichtungen

Die Arbeitsbedingungen als Orthopäde sind geprägt von einer Vielzahl an Herausforderungen. Die Arbeitszeiten im akuten Bereich sind oft schwer planbar, da Notfälle und unvorhergesehene Ereignisse zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten können. Dies führt zu einer Menge an Diensten und Überstunden, welche die Belastung für die Ärzte erhöhen. Dies stellt einen sicheren Weg dar, wie man zwar ein Orthopäde, aber kein glücklicher Orthopäde wird. Achten Sie also auf die Arbeitsbedingungen für Ärzte.

Ein Kritikpunkt, den viele Ärzte in der Orthopädie anführen, ist die sogenannte “Fließbandarbeit“. Aufgrund des hohen Patientenaufkommens und des Zeitdrucks müssen Orthopäden oft eine große Anzahl von Patienten in relativ kurzer Zeit operieren. Dies kann die Behandlungsqualität verringern und die Patientensicherheit gefährden. Die Orthopädie spielt eine gewichtige Rolle bei dem Umstand, dass in Deutschland zu viel operiert wird. Sollen dazu noch Personalkosten gespart werden, haben die beschäftigten Operateure immer mehr zu tun.

Verdienstaussichten

Die Vergütung eines Orthopäden ist von der Arbeitsumgebung abhängig. In den meisten Krankenhäusern sind die Gehälter durch Tarifverträge geregelt, an welche die angestellten Ärzte gebunden sind. Ausnahmen bilden hierbei Chefärzte und in einigen Fällen auch leitende Oberärzte, die außertariflich entlohnt werden. Dadurch haben Chefärzte in der Orthopädie dank der Möglichkeit der Privatliquidation oft die Gelegenheit, signifikant höhere Einkommen zu erzielen. Ähnlich verhält es sich bei niedergelassenen Orthopäden, die außerhalb von Klinikstrukturen arbeiten. In diesen Fällen existiert in der Regel kein Tarifwerk, was oft zu deutlich höheren Bezügen führt.

StufeGehalt in der Orthopädie
Assistenzarzt4.800 bis 6.600 Euro
Facharzt6.200 bis 8.700 Euro
Oberarzt7.800 bis 9.600 Euro
Leitender Oberarzt8.900 und 11.200 Euro
ChefarztAußertariflich
Gehaltstabelle über den durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn von Ärzten der Orthopädie und Unfallchirurgie gemäß den am weitesten verbreiteten Tarifverträgen

Orthopäden, die sich als Arzt selbstständig machen – etwa mit einer Praxis – erzielen ein deutlich höheres Einkommen. Das gilt besonders für operativ ausgerichtete Kollegen. Allerdings tragen selbstständige Orthopäden auch entsprechende Kosten und das wirtschaftliche Risiko.

Spezialisierungen und Zusatzbezeichnungen für Orthopäden

Es ist üblich, dass sich Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie später auf konservative oder operative Ansätze konzentrieren. Entsprechend gibt es für beide Richtungen verschiedene Zusatzbezeichnungen. Operativ ausgerichtete Kollegen erwerben vor allem Zusatzbezeichnungen wie Handchirurgie oder Spezielle Orthopädische Chirurgie.

Konservativ tätige Orthopäden bilden sich etwa in Akupunktur, Manueller Medizin, Orthopädischer Rheumatologie, Physikalischer Therapie, Rehabilitationswesen oder Spezieller Schmerztherapie weiter. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet die Sportmedizin, die eine breite Palette von orthopädischen Aspekten im Zusammenhang mit sportlichen Verletzungen und Belastungen abdeckt. Weiterhin sind die Kinder- und Jugend-Orthopädie sowie Notfallmedizin bei Orthopäden beliebte Zusatzbezeichnungen.

Sind Sie für den Beruf des Orthopäden geeignet?

Die Entscheidung, Orthopäde zu werden, bietet sich nur an, wenn Sie körperlich fit und in akuten Situationen robust sind. Das Berufsbild des Orthopäden bringt es mit sich, dass Sie gerne operieren sollten. Infolgedessen gibt es hier immer noch mehr Männer als Frauen, obwohl Frauen mittlerweile zahlenmäßig in der Medizin dominieren. Diese medizinische Fachrichtung erweist sich besonders für ausländische Ärzte als passend, die ihre erste Anstellung in Deutschland suchen, da hier das Sprechen weniger gewichtig ist als in anderen Fachrichtungen.

Für Ärzte mit Familien und Kindern könnte die Arbeit als Orthopäde in einer Klinik ungeeignet sein, da die Arbeitszeiten und Anforderungen oft eine hohe Flexibilität erfordern. Zumindest im ambulanten Sektor ist die Arbeit wesentlich besser planbar. Die Entscheidung für diese Fachrichtung sollte gut überlegt sein und den individuellen Neigungen, Fähigkeiten und Lebensumständen entsprechen.

Die passende Facharztrichtung wählen

Nun haben Sie Einblick in die wesentlichen Aspekte des Berufsbildes erhalten, die bei der Entscheidung für eine Karriere als Orthopäde von Bedeutung sind. Wie empfinden Sie persönlich das Fachgebiet der Orthopädie? Passt es zu Ihren Interessen; oder ziehen Sie eventuell eine andere Facharztrichtung in Betracht? Ganz gleich, wie Sie sich entscheiden – ich rate Ihnen dazu, sich von Ihrer Leidenschaft leiten zu lassen. Vertrauen Sie darauf, dass es in der Medizin eine Fachrichtung gibt, die zu Ihnen passt.

Wenn Sie unsicher sind und Hilfe bei der Auswahl des geeigneten Facharztes benötigen, steht Ihnen Ärzteglück zur Verfügung. Eine erfahrene ärztliche Kollegin mit über zwölf Jahren Coaching-Erfahrung unterstützt Sie dabei, die optimale medizinische Fachrichtung für Ihre Neigungen zu identifizieren. Wir wollen, dass Sie Ihren Arztberuf lieben.

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FAQ – häufigste Fragen und Antworten

  1. Was macht ein Orthopäde?

    Ein Orthopäde behandelt Erkrankungen, Verletzungen und Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Dazu gehören unter anderem Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder.

  2. Wie wird man Orthopäde?

    Um Orthopäde zu werden, benötigen Sie zunächst die ärztliche Approbation. Danach absolvieren Sie die Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie. Anschließend legen Sie die Facharztprüfung ab.

  3. Wie lange dauert die Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie?

    Die Facharztausbildung dauert in der Regel sechs Jahre. Wer in Teilzeit arbeitet, benötigt entsprechend länger.

  4. Welche Inhalte gehören zur Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie?

    Zur Weiterbildung gehören unter anderem diagnostische Verfahren, konservative Therapiemaßnahmen, operative Verfahren, Notfallmedizin, Schmerztherapie, Sportverletzungen, Polytraumamanagement sowie die Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates.

  5. Welche Fähigkeiten sollte man für die Orthopädie mitbringen?

    Wichtig sind körperliche Belastbarkeit, handwerkliches Geschick, mentale Stärke und ein sicherer Umgang mit akuten Situationen. Auch Empathie und die Fähigkeit, unter Druck klare Entscheidungen zu treffen, sind für Orthopäden wesentlich.

  6. Wie sieht der Arbeitsalltag eines Orthopäden aus?

    Der Arbeitsalltag umfasst Untersuchungen, Gespräche mit Patienten, Bildbesprechungen, konservative Behandlungen, operative Eingriffe, Dokumentation und den Austausch mit Kollegen. Je nach Arbeitsort kann auch die Versorgung akuter Notfälle eine große Rolle spielen.

  7. Wie anspruchsvoll ist die Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie?

    Die Weiterbildung ist fachlich und körperlich anspruchsvoll. Sie verbindet operative Medizin, konservative Therapie und Notfallsituationen – oft unter Zeitdruck und mit hoher Verantwortung.

  8. Wie läuft die Facharztprüfung in der Orthopädie ab?

    Die Facharztprüfung wird von der zuständigen Landesärztekammer organisiert und dauert meist etwa 30 bis 45 Minuten. Dabei prüfen erfahrene Fachärzte, ob Sie Patienten im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie eigenverantwortlich diagnostizieren und behandeln können.

  9. Wo können Orthopäden nach der Facharztausbildung arbeiten?

    Orthopäden arbeiten zum Beispiel in Krankenhäusern, orthopädischen Praxen, Rehabilitationszentren, Universitätskliniken oder Forschungseinrichtungen. Je nach Schwerpunkt kommen sowohl konservative als auch operative Tätigkeiten infrage.

  10. Wie viel verdient man als Orthopäde?

    Das Einkommen hängt stark vom Arbeitsort und von der beruflichen Position ab. In tarifgebundenen Krankenhäusern steigt das Gehalt mit der Hierarchiestufe. In Praxen oder in der Selbstständigkeit sind oft höhere Einkommen möglich.

  11. Lohnt sich die Orthopädie finanziell?

    Ja, insbesondere operativ tätige Orthopäden können sehr gute Einkommen erzielen. Gleichzeitig sind mit der Selbstständigkeit und mit operativen Schwerpunkten auch höhere Anforderungen, Kosten sowie Risiken verbunden.

  12. Für wen ist die Orthopädie ein passendes Fachgebiet?

    Die Orthopädie passt besonders gut zu Ärzten, die gerne praktisch und operativ arbeiten, körperlich belastbar sind und auch in akuten Situationen ruhig bleiben. Wer sich dagegen eher eine gut planbare, weniger operative Tätigkeit wünscht, wird sich in anderen Fachrichtungen womöglich wohler fühlen.

  13. Woher stammen die Informationen und Erfahrungswerte in diesem Beitrag?

    Neben den im Text genannten Quellen stammen die Informationen und Erfahrungswerte von Niels C. Fleischhauer, dem Inhaber von Ärzteglück. Er hat mit seinem Team mehr als 100 Ärzte auch zum Thema Orthopädie und Facharztwahl beraten.

Über den Autor

Autoren-Profilbild

Niels C. Fleischhauer (M.A.) hat Ärzteglück 2020 gegründet. Seine Expertise liegt auf den Gebieten Ärztevermittlung in die Schweiz, Coaching und Gründungs-, Praxis- sowie Unternehmensberatung für Ärzte. Er verfügt über den Abschluss Master of Arts im kommunikationswissenschaftlichen Bereich.

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